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Sonntag, 20. Juli 2014, 14:34

Die Situation der Strassenhunde in Rumänien! - Bericht von Carmen Arsene

Es gibt keine ausführlichere und bessere Beschreibung über die Situation in Rumänien. Bitte alles und aufmerksam lesen!

FNPA: SITUATION DER STRASSENHUNDE IN RUMÄNIEN (DEUTSCHE VERSION)

Von Carmen ARSENE, Präsidentin der Nationalen Vereinigung für Tierschutz Rumänien/National Federation for Animal Protection
(FNPA)zu den Hintergründen und zur aktuellen Situation der Strassenhunde in Rumänien

Source / Quelle: Tiere in Rumänien/Dt. Übersetzung ohne Gewähr von V. Barbieri

Mai 2014/Up-date 17. Juli 2014

http://ziarulargesul.ro/wp-content/uploa…menArsene.jpgIn den letzten 13 Jahren wurden Hunderttausende von Strassenhunden
in ganz Rumänien getötet. Doch das Problem ist nicht verschwunden, im Gegenteil, es wurde sogar noch schlimmer, denn die Dichte
des Hundebevölkerung stieg proportional mit der “Einfangen-und-Töten-Methode”.
Im Gegensatz dazu haben sich Massensterilisationen (von Hunden mit und ohne Besitzer) überall als die einzige und dauerhafte Lösung
für das Streunerhundeproblem erwiesen. Beispielsweise hat sich über einen Zeitraum von 6 Jahre durch das „Kastrieren-und-wieder-
Freilassen“-Programm die Zahl der streunenden Hunde in der rumänischen Stadt Oradea von 5000 auf ganze 350 verringert!

Trotz des offensichtlichen und nachweisbaren Misserfolgs des offiziellen Hundemanagement durch Massentötungen, trotz der fantasti-
schen Ergebnisse der „Kastrieren-und-wieder-Freilassen“-Programme, wo immer sie auch angewendet wurden und trotz aller tech-
nischer Argumente, Empfehlungen, Studien von spezialisierten Institutionen, einschliesslich der
Schlussfolgerungen der Forschung der Weltgesundheitsorganisation über einen Zeitraum von 8 Jahren, betreiben die rumänischen
Behörden weiterhin intensive Kampagnen, um die kontinuierliche Umsetzung der Massentötungen sicherzustellen,.

Die Intention der rumänischen Behörden gründet sich genau auf dieser Tatsache, nämlich dass ihre Hundemanagement-Methode gewollt
uneffizient bleibt, wodurch jedoch immer eine konstante Anzahl von Hunden auf den Strassen gewährleistet ist, die weiterhin ein Haus-
haltsbudget für das Hund-Management-Programm rechtfertigt , das den involvierten Privatfirmen für die Verwaltung von Massentötungen
und der Haltung der Tiere in städtischen Auffanglangern mehrere Millionen Euro-Gewinne garantiert.

DER DIREKTE MISSBRAUCH: MISSHANDELN UND TÖTEN VON STREUNENDEN HUNDEN
Nach dem Gesetz 258/2013 (was die spezifische Verodnung 155/2001 für das Managament streunender Hunde modifiziert), ist die Stadtbe-
hörde für die Verwaltung bzw. das Managment der Streunerhunde verantwortlich. Die streunenden Hunde werden von der Stadtbehörde
direkt verwaltet, oder durch private Firmen, die ihre Aufgaben diesbezüglich vertraglich mit der Stadt geregelt haben.

Das Gesetz 258/2013 erlaubt das Einfangen von Hunden, aber mit tierschutzgerechten Methoden, es verlangt, dass die Tierheime die Hunde
entsprechend tiergerecht versorgen und halten und erlaubt es, die Hunde zu euthanasieren.
Nach dem Tierschutz-Gesetz 205/2004 ist es verboten, Tiere schlecht zu behandeln und Grausamkeiten gegenüber Tieren auszuüben (Tötung,
Misshandlung, Missachtung der Bereitstellung einer geeigneten Unterkunft für die Tiere – dazu gehört, die Tiere mit genügend Nahrung und
Wasser zu versorgen, die Pflege und Aufmerksamkeit und eine medizinische Versorgung zu gewährleisten). Die Missachtungen dieser gesetzlichen
Verfügungen gelten als Verstösse oder Straftaten.

TRANSPORT UND AUFNAHME DER HUNDE IN STÄDTISCHEN TIERHEIMEN

Die Hunde werden gejagt, gefoltert, zu Tode geprügelt, erstochen, erwürgt, quer über die Strassen gezogen, bis sie bluten. Viele Hunde sterben
bereits beim Einfangen, weil sie durch unfachmännische Anwendung der Fangschlingen stranguliert werden, oder weil sie durch die Brutalität,
die die Hundefänger anwenden, um so viele Hunde wie möglich einzufangen, einen Herzinfarkt erleiden. Denn gemäss den Verträgen mit der Stadt
wird den Privatfirmen pro eingefangenen Hund eine hohe Premiere bezahlt; dadurch werden die Hundefänger angespornt, sogar Hunde, die einen
Besitzer haben, einzufangen, indem die Hundefänger illegal auf Privatgrundstücke oder in private Tierheime einbrechen. Im März dieses Jahres
fand eine solche illegale Aktion der Streunerhunde-Management-Behörde (A.S.P.A.) von Bukarest statt. Während dieser kriminellen Aktion wurden
91 Hunde brutal aus einem Tierheim, das von zwei NGO’s betreut wurde, illegal herausgeholt (8 der Hunde starben sogar infolge der brutalen Ein-
fangmethoden). Einige Hunde befanden sich in der Tierklinik, wo sie medizinisch betreut wurden und darauf warteten, von ihren neuen Besitzern
abgeholt zu werden.



VORGEHEN UND BEDINGUNGEN DER ASPA-HUNDEFÄNGER BEIM HUNDE EINFANGEN:
Hunde werden während des Einfangend schon getötet / alles voller Blut

Üblicherweise werden mehrere Hunde zusammen in überfüllten Käfigen transportiert, die Transporter sind unbelüfteten, einige Hunde sterben
schon während des Transports, weil sie ersticken. Ein Transport sammelt bis zu 70 Hunde in einem Lieferwagen ein.



DIE HALTUNGSBEDINGUNG VON HUNDEN IN STÄDTISCHEN TIERHEIMEN:

Die städtischen Tierheime sind in Wahrheit erbärmliche Vernichtungslager, in denen die Hunde voller Angst, hungrig und durstig, erschöpft vor
sich hin vegetieren, bis sie schliesslich getötet werden. In der Regel werden die Hunde ohne Wasser, Nahrung oder Freigangmöglichkeiten gehalten.
Welpen werden mit erwachsenen Hunden zusammen gehalten, kranke mit gesunden Hunden, inmitten von Urin und Exkrementen. Verletzte oder
kranke Hunde werden nicht medizinisch versorgt. Tote Hunde werden zwischen lebenden liegen gelassen. Manchmal ernähren sich die hungrigen
Hunde auch von Kadavern.



DAS PERSONAL DER STÄDTISCHEN TIERHEIME
Hundefänger und Tierheimpersonal in städtischen Hundeheimen sind vielfach ungebildete Menschen, die keine Empathie oder Mitgefühl für die
Tieren empfinden, manchmal sind sogar richtige Hundehasser mit dabei, die hinter verschlossen Toren die Tieren sadistisch quälen.

DAS TÖTEN DER HUNDE IN STÄDTISCHEN TIERHEIMEN

Die Hunde werden in der Regel mit einer illegalen, billigen und schmerzhaften Methoden getötet.
“Euthanasie” (steht eigentlich für Linderung des Leidens im Sterben) bedeute innerhalb des Strassenhunde-Management-Programms in der Praxis,
dass gesunde Hunde durch Verhungern oder Vergiften oder durch Strangulation getötet werden, oder ihnen werden illegale Substanzen gespritzt.
Die Veterinärbehörde und das Kollegium der Tierärzte in Rumänien (CMV) – Institutionen, die sich in jedem anderen Land normalerweise für das
Wohlergehen und das Leben der
Tiere einsetzen und es verteidigen würden, – haben im Gesetz die Tatsache festgehalten, dass Sterbehilfe in Übereinstimmung mit dem geltenden
Euthanasie-Code geleistet werden muss, der von der Hochschule für Tierärzte in Rumänien erstellt und veröffentlicht wurde!

http://media.wix.com/ugd/7baf9f_1a7ea7b4…lelor%2B(2).pdf

So können laut Gesetz no.258/2013 gesunde Hunde mit Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Kaliumchlorid, Stickstoff, Elektroschocks, Pistolen “euthanasiert”
werden – grausame Methoden, die in der EU unakzeptabel sind. Doch nicht genug. Zusätzlich hat die rumänische Veterinärbehörde das gesetzlich ver-
ankerte Recht der NGOs, bei der Euthanasie der Hunde in städtischen Tierheimen anwesend zu sein, aus dem Gesetz gestrichen !





Ebenso wurden Tausende von Hunden durch Vergiftungsaktionen bereits direkt auf der Strasse getötet. Andere wurden erschossen. 20 Hunde wurden
nach einer Einfangaktion der Stadt Harsova im Distrikt Constanta am 14. Januar 2014 in einem Käfig auf einem Areal der Stadt einfach sich selber über-
lassen!

MISSBRAUCH, IGNORANZ UND KOMPLIZENSCHAFT DER BEHÖRDEN UND STAATSANWÄLTE
Die Behörde, die für die Überwachung und Durchsetzung der Tierschutzverordnung
und für das Management von streunenden Hunden verantwortlich ist, ist das nationale Veterinärwesen und die Behörde für Lebensmittelsicherheit
(ANSVSA) auf Grund ihrer Gebietseinheiten: Das Gesundheits-und Veterinär-Departement (DSVSA). Aber ihre gelegentlichen Kontrollen (in der Regel
erfolgten diese auf Grund der vielen Beschwerden von Bürgern oder NGOs) ändern nichts. Die meisten der offiziellen Antworten der DSVSA lauten
immer gleich: “Unsere Kontrolle ergab, dass alle Tierschutzstandards und die geltenden Rechtsvorschriften erfüllt sind “.



Als Beispiel sei hier eine offizielle Antwort der Direktion des Veterinärwesens Olt an die FNPA zitiert, mit Grüssen ans städtische Tierheim Slatina:

“Unsere Kontrollen haben im Laufe des Jahres 2013 keine Abweichungen in Bezug auf die erfoderlichen Bedingungen, die für die Unterkunft, Ernährung,
Bewässerung, Hygiene eingehalten werden müssen, ergeben.” Städtisches Tierheim Slatina, im Februar 2014.

Durch das Dulden, dass Hunde durch ihre Ineffizienz, ihr Desinteresse oder Eigeninteresse weiterhin sterben bzw. getötet werden, tragen diese Institu-
tionen tatsächlich zur Kontinuität der Tierquälerei bei. Indirekt wenden sich ihre Handlungen sogar gegen die Tiere, gegen Tierliebhaber
und tragen dazu bei, dass Tierschutzorganisationen verfolgt und erpresst werden .

Trotz des Nachweises von Rechtswidrigkeiten, ignorieren die Staatsanwälte und Richter die zahllosen Beschwerden und die meisten ihrer Entscheidungen
unterstützen in der Tat sogar die Gesetzesbrecher. Die Ignoranz und Mitschuld der Behörden unterstützt in Wahrheit die Tierquälerei. Dazu kommt, dass
der Umstand, dass ihre Taten nicht bestraft werden, es des Tierquälern
in Zukunft ermöglicht, auch Verbrechen gegen Menschen zu begehen.

ADOPTIONEN AUS STÄDTISCHEN TIERHEIMEN – FAST UNMÖGLICH
Die Stadt bestraft Menschen, die Hunde retten und adoptieren wollen.

Nach dem Gesetz 258/2013 kann ein Hund aus dem Tierheim adoptiert werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt werden:

a) Wenn der Adoptant eine Bescheinigung erbringen kann, dass er über genügend Raum und über die geeigneten Bedingungen für eine Hundezucht und
die Haltung eines Hundes verfügt.
b) Der Adoptant eine Bescheinigung über die notwendigen finanziellen Ressourcen vorlegt, um Hunde zu züchten und zu versorgen.

c) Der Adoptant ein Bescheinigung vorlegen kann, dass sein Vermieter das Halten von Hunden erlaubt, oder im Falle von mehr als zwei Hunden, auch die
Nachbarn einverstanden sind.
Die Stadt und diejenigen, die mit ihnen unter Vertrag stehen, missachten die Rechte der Adoptanten, indem sie von ihnen Mietverträge einsehen wollen,
spezielle Dokumente im Zusammenhang mit ihrer Arbeitsstelle verlangen, oder ihnen ganz einfach eine Adoption verweigern.
Auf der anderen Seite sind die Häuser von Tierfreunden bereits voll von Hunden, die sie von der Strasse gerettet haben. Privatpersonen können nicht
Hunderte oder Tausenden von Hunden von der Strasse aufnehmen.
Einige Bürgermeister belästigen sogar Menschen, die Hunde in ihrem eigenen Haus halten, indem sie zu ihnen gehen und ihnen Geldstrafen auferlegen,
weil sich Nachbarn oder Anwohner beschwert haben sollen, ohne deren Zustimmung sie scheinbar keine Haustiere halten dürfen.

Hier ein Beispiel. Einer der letzten Fälle von Behördenwillkür gegenüber Hundebesitzern, der uns gemeldet wurde (April 2014), ist der von Csutor Arpad,
ein Tierschützer und Retter aus Targu Mures. Er wird regelmässig von Behörden dafür bestraft und bedroht, weil er rund 25 Hunde gerettet hat und bei
sich versorgt. (nach dem Tierschutzgesetz 205/2004 gibt es keine gesetzliche Beschränkungen, wie viele Hunde jemand halten darf). Nicht nur ist es sehr
schwierig für ihn, finanziell für das Futter und den Unterhalt für all die Hunde aufzukommen. Es ist für ihn praktisch unmöglich geworden, für die Tiere
zu sorgen, seitdem er regelmässig eine Geldstrafe bezahlen muss. Er hat viele Rechtsstreitigkeiten gegen die Behörden unternommen, doch die gesamte
Situation wurde so schlimm, dass er wegen zu hohem Bluthochdruck und Diabetes, vor Erschöpfung und wegen kontinuierlichem Stress ins Krankenhaus
musste.

Der letzte Fall von Behördenwillkür und Amtsmissbrauch gegen Hundebesitzer betrifft Cristina Z, eine Professorin für Physik an der Universität Pitesti.
Innerhalb von 5 Tagen erhielt sie zweimal eine Geldstrafe und wurde von Behörden bedroht, weil sie sechs gerettete Hunde in ihrem Haus hält.

Die Hochschule für Tierärzte in Rumänien (CMV), die gleichzeitig auch Mitglied der Föderation der Tierärzte Europas ist, ist verantwortlich dafür, dass
Tierärzte, die während der Ausübung ihres Berufes das Gesetz brechen, verfolgt und bestrafen werden und ihnen das Recht, weiterhin ihren Beruf aus-
zuüben, entzogen wird. Doch trotz der Grausamkeiten, Kunstfehlern, bewiesenen Rechtsverstössen, die von einigen Tierärzten gemacht wurden und
weiterhin gemacht werden, sprach die CMV nie Sanktionen gegen diese Tierärzte aus. Im Gegenteil, durch ihre passive und protective Haltung unter-
stützt sie dieses tierschutzwidrige Verhalten.

Ein Beispiel: Der Tierarzt Radu Niculae aus Curtea de Arges soll rund 500 Steunerhündinnen nicht fachgerecht kastriert haben, sodass diese später an
den Folgen qualvoll auf der Strasse starben. Deshalb wurde mit einer PETITION von den verantwortlichen Behörden gefordert, dass sie ihm das Recht
zur Ausübung seines Berufes und die Führung seiner tierärztlichen Praxis entziehen und er für die Verletzung der Tierschutzrechte bestraft werden
soll. Die FNPA hat eine Strafanzeige gestellt und sich bei der Kommission für Ethik und Rechtsstreitigkeiten der Hochschule für Tierärzte beschwert.
Doch trotz aller Erklärungen, ärztlicher Bescheinigungen von anderen Tierärzten, Beweisen und Proben, Fotos und Videos, wurde der Tierarzt von der
Hochschule für Tierärzte in Rumänien als “nicht schuldig” erklärt, mit der Bestätigung, dass Dr. Radu Niculae keinen
Kodex für Tiermedizinethik verletzt habe. (Beschluss-Nr. 64/25.06.2014)!

(Dr. Radu Niculae. Quelle: Arges Expres)

DAS GESCHÄFT MIT DEN STRASSENHUNDEN – Wie die Behörden das Hundemanagement verwalten bzw. führen

Unter dem Deckmantel des Strassenhundemanagement-Programms hat sich in Rumänien eine ganze Industrie entwickelt. Das beweist auch das enorme
Haushaltsbudget, das zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt wird, welches das Mehrfache von den tatsächlich benötigten Mittel aufweist. Im Gegenteil,
in der Praxis wird den Hundeauffanglagern eine minimale finanzielle Unterstützung bereitgestellt.



Tatsächlich handelt es sich dabei um Vernichtungslager, in denen in keinster Weise die Anforderungen eines „Tierheims“ erfüllt werden: Die Hunde
sterben vor Hunger und Durst, an mangelnder tierärztlicher Versorgung oder sie werden manchmal auf groteske Weise getötet. Die Stadt verfügt zu diesem
Zwecke zwar über riesige Budgets – doch nur auf dem Papier wird dieses Geld über fiktive Kosten „verteilt“ – so für die Unterbringung, Fütterung, Sterilisa-
tion, fürs Chippen und Registieren, für die Euthanasie und für Verbrennungsprozesse von Hunden oder weitergeleitet für Arbeitsverträge mit dubiosen Sub-
unternehmen, die überhöhte Preise für ihre Leistungen verlangen.



Die “Kosten” der Stadt pro Hund im Rahmen eines grausamen und uneffizienten Management-Programms können auf dem Papier bis zu 300 Euro pro Hund
betragen. Das sind 10-mal mehr als die Kosten, die Tierschutzorganisationen für ihre wirksamen, humanen und nachhaltigen sowie professionellen Programme
für die Sterilisation, fürs Chippen und Registieren und für die Rückführung sowie für die Bildungs- und Aufklärungsprogramme für die Bevölkerung berechnet.

In den meisten Fälle haben die Unternehmen, die mit der Stadt Verträge für das Einfangen und das Management der Strassenhunde unterzeichnen, überhaupt
keine Ahnung im Umgang mit Tieren.
Es sind beispielsweise Bauunternehmen oder Möbelfirmen, Wirtschaftsberater u.a. branchenfremde Bereiche. Ein Beispiel: Im Herbst 2013 wurde die Vergabe
für das Einfangen der Strassenhunde von der Stadt Bukarest ausgeschrieben. 7 Firmen hatten sich gemeldet. 4 davon sollen aufs Hundefangen spezialisiert
gewesen sein. Den Auftrag haben aber 3 andere Firmen bekommen. Davon war die erste eine Zahnmedizinfirma, die zweite eine Marketingfirma und die dritte
eine Möbelfirma.

So führen Missbräuche und fehlende Gesetze weiterhin dazu, dass massenhaft Hunde von ihren Besitzern straflos ausgesetzt werden dürfen, die dann durch
ein verfehltes Hundemanagement und ein passend gemachtes Gesetzt getötet werden.

Beispiele für Kosten von einigen Städten in Rumänien, die sie angeblich für das Management für Strassenhunde ausgeben.

Bukarest: in der Periode 2001-2007 wurden für das Töten von 145.000 Hunden 9 Millionen Euro aufgewendet (d.h. 62 Euro / Hund);
Timisoara: in 3 Jahren wurden 1.223 Millionen Euro für die Tötung von Strassenhunden aufgewendet.
Arad: in der Periode 2008-2010 wurden 2986 Hunde getötet oder starben in städtischen Tierheimen. Aufwand dafür – 308.048 Euro (d.h. 103 Euro / Hund)
Alexandria: für das Töten von 5860 Hunden wurden 507.140 Euro gesprochen,(also 87 Euro pro Hund)
Slatina: in der Periode 2008-2009 wurden 3215 Hunde verwaltet (davon wurden 1160 getötet). Ausgaben 407.773 Euro (also 127 € / Hund)
Brasov: in der Periode 2003 – 2008 wurden 20.000 Hunde getötet, dafür wurden 1,45 Millionen Euro ausgegeben (d.h. 72 Euro / Hund)
Constanta: für das Jahr 2011 wurden 1,2 Millionen Euro für die Verwaltung von Strassenhunden an eine Privatfirma ausbezahlt.

DIE WEITERFÜHRUNG DES „HUNDEBUSINESS“ WIRD DURCH DIE GROSSE ANZAHL VON HAUSHUNDEN AUCH IN ZUKUNFT GARANTIERT

In Rumänien gibt es etwa 6,3 Millionen Haushunde, also Hunde, die einen Besitzer haben. 82% davon leben in ländlichen Gebieten, wo die Menschen kaum
Geld haben. Nach dem neuen Gesetz 258/2013 müssen alle Hundebis Ende 2014 kastriert, gechipt und registriert werden. Weil die meisten Hundebesitzer
kaum die fanziellen Mittel dafür haben, ihre Hunde zu kastrieren, um so eine Geldstrafe zu vermeiden, die bis zu 2500 Euro betragen kann (im Vergleich:
Der Netto-Durchschnitts-Lohn in Rumänien beträgt 350 Euro!), werden weiterhin massenhaft Hunde ausgesetzt und die Strassen werden sich erneut mit
Hunden füllen. Weder die rumänische Regierung noch die Stadtbehörden sind jedoch bereit, finanzielle Mittel für die Sterilisation und das Chippen von
Haushunden den Besitzern bereitzustellen! Auf der anderen Seite sind die Behörde sehr kooperativ und stellen riesige Budgets für das Strasssenhunde-
management bereit, was eine direkte Folge davon ist, dass mittellose Hundebesitzer ihr Hunde aussetzen, weil sie kein Geld für die Kastration und Regis-
trierung haben. Statt diesen jedoch unter die Arme zu greifen und dadurch zu verhindern, dass die Hunde ausgesetzt werden, verweigern sie gerade diese
sinnvolle finanzielle Unterstützung der Hundebesitzer. D.h. mit anderen Worten. Die Behörden sind nicht willig, das Problem bei der Wurzel zu packen, son-
dern sie wollen lediglich die Symptome auf ihre Art bekämpfen, weil es für sie lukrativer ist.
Weiter wird, wie oben bereits dargestellt, das massive Fehlverhalten beim Einfangen und unterbringen der Strassenhunde vom Kollegium der Tierärzte in
Rumänien (CMV) weder verfolgt noch bestraft, so dass es unmöglich ist, weitere, neue Gräueltaten zu stoppen, die in Zukunft gemäss dem Gesetz 258/2013
gegenüber Haushunden begangen werden, weil sie von unprofessionellen Tierärzten so billig wie möglich sterilisiert werden.

MISSBRÄUCHE GEGENÜBER TIEREN FÜHRT ZU DRAMEN IN RUMÄNIEN
Dieses neue Gesetz, das die Massentötungen von Hunden legalisiert, verletzt nicht nur die
ehtischen und europäische Normen für Tierschutz und Management, sondern auch die Würde des Menschen und das physische wie psychische Wohlbefinden
der rumänischen Bürger! Ein beispielloser Krieg wurde gegen Hunde- und Tierliebhaber durch psychologische Manipulation gestartet.
Die Bevölkerung wurde von den Behörden und über die Medien auf eine unglaubliche Art und Weise auf Hunde- und Tierliebhaber gehetzt. Die Menschen sind
mit Hunden auf dem Arm geflüchtet, um sich vor den Hundefängern zu verstecken. Sie sind dadurch gezwungen, die Hunde aus Sicherheitsgründen in ihren
Wohnungen zu behalten, die schon voller geretteter Tiere ist. Hundefänger greifen Menschen an, sie zerstören sie psychisch durch ihr brutales Auftreten im
Umgang mit den Hunden, vor allem die Kinder leiden sehr darunter!

Das gewissenlose „Blutgeld“, das die Hundefänger (in Bukarest sind es z.B. bis zu 50 Euro / pro Hund) nur für das Einfangen und den Transport in ein städtisches
Vernichtungslager erhalten, führt dazu, dass sie um jeden Hund kämpfen, den sie kriegen können, egal ob Strassenhund oder einen Hund mit Besitzer!

Ecaterina Moraroiu wurde von Hundefängern angegriffen, als sie versuchte, ihren eigenen Hund zu beschützen, als der von den Hundefänger von ihrer Seite
weggeschleift werden sollte; die Hundefänger konnten sie mit einem Kreuz zwischen ihren Schultern ausser Gefecht setzen und schleiften sie zwischen zwei
Autos, wo sie liegen blieb! Ecaterina berichtete dem lokalen Sender Romania-TV: http://m.rtv.net/97917

Die Kinder entwickelen Depressionen, weil sie zuschauen müssen, wie ihre Tierfreunde brutal eingefangen werden. Ein 8-jähriger Junge aus Bukarest warf sich
fast von der 2. Etage in die Tiefe, als er hörte, dass sein Freund, ein Strassenhund, von den Hundefängern gefangen worden war. Ein 6-jähriger Junge aus Pitesti
ist in psychologischer Behandlung, weil er Zeuge wurde, wie ein Hund aus seinem Quartier, mit dem er aufgewachsen war, auf brutalste Weise von Hundefänger
eingefangen und abtransportiert wurde.

Viele berichten uns, dass sie unter schweren Angst- und Panikattacken leiden, nachdem sie Zeuge von brutalen Einfangaktionen gegenüber Strassenhunden
wurden. Diese Panikattacken würden immer wiederkehren und andauern, sodass manche sogar zu Drogen greifen. Das Leben der Menschen wird innerhalb ihrer
Familien und in ihrem Berufsalltag unmittelbar von dem aggressiven Auftreten der Hundefänger und brutalen Aktionen beeinflussst.

Ein weiteres Beispiel: Avedis Ghazarian erlitt einen Schlaganfall und starb, nachdem Strassenhunde aus seinem Wohnquartier von Hundefängern brutal eingefangen
wurden. Viele Menschen in Rumänien sind bereits gestorben, weil sie solch brutalen Missbräuchen gegenüber Tieren ständig oder auch nur einmalig ausgesetzt
waren.

Neben dem unwiderruflichen Akt des Tötens von Hunderttausenden von Hunden (ohne das eigentliche Problem gelöst zu haben), erleiden moralische, mitfühlende
Bürger, die diese Barbarbei nicht akzeptieren können, ein unheilbares Trauma. Das Töten, oder auch nur die Furcht, dass die Hunde getötet werden, die sie be -
schützen wollen, zerstört jegliche Hoffnung auf eine Gesellschaft, die zivilisierten und moralischen Regeln entspricht, während sie gleichzeitig begreifen, dass die
finanziellen Interessen der Politik über allem und hinter jedem Leben steht. Ihr Leben kann dadurch drastisch zerstört werden und bis hin zum Tod führen.

Weiterleiten bitte!
Der Hund bleibt Dir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sunnynelly59« (25. Juli 2014, 21:49)


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